Mit dem Auto nach Kroatien

Mit dem Auto nach Kroatien
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Einführung

Über unsere gescheiterten Urlaubspläne habe ich schon im letzten Beitrag Urlaub auf dem Bauernhof berichtet. Für unsere Sommerferien sah es nicht anders aus. Die ursprünglich geplante All Inclusive Reise zum Mittelmeer hat sich erübrigt. Die Schul- und Kindergartenferien haben bereits begonnen und trotz einer gewissen Unsicherheit über die aktuellen Reiseumstände in der Pandemiezeit zog es uns in die Ferne.

Das Reiseziel

In Deutschland war gefühlt alles ausgebucht. Die Vorstellung von völlig überfüllten Stränden und Urlaubsorten hierzulande war uns allerdings auch nicht unbedingt geheuer. Und so haben wir uns bei unseren Nachbarn umgeschaut, die gut mit einem Auto zu erreichen sind. Gardasee war die erste Überlegung. Letztendlich hat uns jedoch Kroatien mehr überzeugt.

Wir sind bis dato noch nie in Kroatien gewesen. Von Freunden, Kollegen und Bekannten haben wir immer nur Gutes gehört und überhaupt wollte ich schon lange dieses Land kennenlernen. (Übrigens, habe ich in meinem Studium Kroatisch als eine weitere slawische Sprache gelernt und mich schon damals etwas mehr mit dem Land beschäftigt.)

Und dann hatte ich auch immer diese traumhaften Bilder von der kroatischen Küste im Kopf, die ich irgendwann mit eigenen Augen sehen wollte. Das einzige, was uns bisher davon abgehalten hat, war die lange Fahrtstrecke mit kleinen Kindern. Die große Reiselust hat dennoch überhandgenommen. Gesagt, getan.

Damit die Kinder mit Spaß und Action versorgt sind, ist unsere Wahl auf einen der unzähligen Campingresorts gefallen. Unsere erste Erfahrung auf solchen Plätzen haben wir schon in Italien gemacht und fanden es für Reisen mit Kindern wirklich schön und unkompliziert. Die Reise nach Istrien konnte losgehen.

Die Fahrt

Diesmal haben wir uns gegen eine nächtliche Fahrt entschieden. Nach so einer anstrengenden Fahrt ist der nächste Tag am Urlaubsort mit Kindern eine einzige Qual für mich und meinen Mann. Das wissen wir einfach schon aus eigener Erfahrung. Entsprechend haben wir diesmal natürlich sämtliche Staus mitgenommen, die es zum mitnehmen gab. Anstatt zehn Stunden haben wir insgesamt fünfzehn Stunden gebraucht. Es war auch alles andere als entspannt.

Am schlimmsten war diese Fahrt leider für Konstantin. Er wollte sich die erste Hälfte der Strecke einfach nicht damit abfinden in seiner Babyschale stundenlang festsitzen zu müssen. Ich habe mit sämtlichen Ablenkungsmanövern mein Möglichstes getan, um es ihm einigermaßen erträglicher zu machen. Mal hat es funktioniert, mal gar nicht. Genügend Pausen haben wir auch eingelegt, aber irgendwann wollten wir auch am Ziel ankommen.

Strand und Badespaß

Angekommen am Urlaubsziel haben wir ein funktionales und gemütliches Mobilheim mit einer großen Terrasse bezogen und konnten endlich entspannen. Die wirklich große Campinganlage hat keine Wünsche offen gelassen. Es gab verschiedene Strandabschnitte, sodass wir fast jeden Tag einen anderen zum Baden und Relaxen auswählen konnten.

Einer der wenigen Sandstrände in der ganzen Umgebung war in direkter Nähe. Nachdem wir aber einmal an einem Kiesstrand gewesen sind, wollten die Kinder gar nicht mehr in den Sand, weil die steinigen Kiesstrände einfach viel spannender und schöner waren. Dort gab es so viel Tolles für die Kids zu entdecken.

Steine, Muscheln, Krebse, Fische und das wunderschöne glasklare Wasser haben unsere Herzen erobert. Auch Konstantin hat die steinreiche Wasserwelt richtig begeistert, sodass er das Wasser gar nicht mehr verlassen wollte. Wir hätten nie gedacht, dass unsere Kinder solche Strände bevorzugen würden.

Fast alle unsere Tage waren in zwei Hälften aufgeteilt. Eine Hälfte haben wir am Strand verbracht und die andere im großen Aqua Park mit verschiedenen Schwimmbecken, Wasserspielplätzen und Rutschen, die natürlich jedes Kind begeistern. Alternativ haben wir ein paar Stunden in den Salzwasserpools verbracht. Sie lagen direkt am Meeresufer mit einer traumhaften Aussicht auf das Meer. Es gab auch ganz viele tolle Möglichkeiten für die Kinder um Spaß zu haben.

Salzwasserpools am Meer

Die Abende waren auch für die Kinder reserviert. Es gab jeden Tag Abendprogramm mit Animation und Livemusik. Unsere Jungs haben sich gern im kleinen Spielpark vergnügt.

Die Stadt Rovinj

Etwas Kultur durfte in unserem Urlaub natürlich nicht fehlen. Und so haben wir uns zwei Ausflugsziele entlang der istrischen Küste ausgewählt.

In der schönen Stadt Rovinj sind wir durch die engen Gassen der Altstadt gelaufen. Sie haben uns sehr an Venedig erinnert. Mit Viktor (4) haben wir den 61 Meter hohen Turm der Kirche der Heiligen Euphemia bestiegen. Von dort aus genossen wir eine atemberaubende Aussicht auf die ganze Hafenstadt, das Meer und die kleinen Inseln von allen Seiten des Turms.

Aussicht vom Kirchturm auf Rovinj
Aussicht vom Kirchturm auf das Adriatische Meer und die kleinen Inseln

Dieser Aufstieg ist definitiv nichts für jemanden mit Höhenangst, denn die Treppe erinnert an Bilder aus dem Mittelalter. Sie ist schmal und steil und man kann durch die Treppenstufen hindurchschauen. Dort habe ich eine wirklich beachtliche Portion Adrenalin bekommen und hatte vor Aufregung weiche Knie. Ich war unglaublich stolz auf Viktor, mit welchem Mut und Ehrgeiz er diese Treppe mit mir zusammen bestiegen hat.

Kap Kamenjak

Zu unserem zweiten Ausflugsziel ging es bis in den äußersten Süden Istriens in das wunderschöne Naturschutzgebiet Kap Kamenjak. Dort gibt es verschiedene Badebuchten, die man am besten mit einem Geländewagen oder mit Fahrrädern erreichen kann. Die Wege sind sehr steinig und schotterig. Da wir weder einen Geländewagen besitzen noch mit den Fahrrädern anreisen konnten, waren wir mit unserem Familievan unterwegs, der nach dieser Tour etwas gelitten hat. Wir haben einen Bauernhof besucht und dort lecker, allerdings auch ziemlich teuer gegessen.

Die restliche Zeit haben wir in der Meeresbucht Polje verbracht und das Baden bei der untergehenden Sonne genossen.

Der letzte Tag

Das Wetter an unserem letzten Urlaubstag war etwas trüb. Vor der Abreise wollten wir uns unbedingt noch einem ziemlich weit gelegenen, aber sehr schönen Strandabschnitt anschauen. Der lange Weg dahin hat sich definitiv gelohnt, allerdings hat uns das kleine Gewitter genau dort erwischt. Das hat uns dennoch nicht geärgert, ganz im Gegenteil. Das Naturschauspiel, das wir dort beobachten konnten, war einfach nur beeindruckend. Das klippenartige Ufer und die hohen Wellen, der schwarzgraue Himmel und türkisblaues Meerwasser waren einfach unbeschreiblich schön.

Und das anschließende Baden in den hohen Wellen war für meinen Mann und die großen Jungs ein Highlight. Das hat ihnen zum Schluss nochmal ganz viele tolle Emotionen beschert. Die Kinder waren begeistert und wollten gar nicht mehr weg.

Alles in allem war es eine wunderbare Urlaubswoche. Kroatien ist wirklich toll. Es gibt viel zu sehen und man kann es super mit dem eigenen Auto bereisen. Wir werden definitiv wieder hinfahren. Es gibt einfach noch so viel, was wir uns anschauen wollen. Jeder findet dort mit Sicherheit etwas für sich, sei es die Erholung in der wunderschönen Natur oder das kulturelle Leben.

Habt ihr schon einmal in Kroatien euren Urlaub verbracht? Was waren denn eure Eindrücke? Welche Empfehlungen könnt ihr uns für die nächste Reise dorthin geben?

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